Würzburg

Aus Encyclopaedia Germanica

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Würzburg
Wappen
Bild:Wappen Würzburg.jpg.jpg
Basisdaten
Staat: Bundesrepublik Deutschland
Bundesland: Bayern
Bezirk: Unterfranken
Einwohner: 123.378

Würzburg ist die Hauptstadt des Bezirks Unterfranken in Bayern, zu beiden Seiten des Mains.

Bevölkerung

Jahr Einwohner
1840 26.814
1885 55.010
1939 107.515
1987 123.378

Geschichte

Würzburg ist schon im 7. Jh. entstanden, wurde 741 Bischofsitz und unter Karl dem Großen Königliche Pfalz. Später ward es eine bischöfliche Stadt. Unter Kaiser Heinrich IV. nahm diese die Partei des Königs, vertrieb den Bischof, wurde 1086 von dem Gegenkönig Hermann und mehreren bayrischen Großen belagert, nach der Niederlage bei Bleichfeld eingenommen, aber von Heinrich bald wieder entsetzt.

Unter den Reichstagen, die in Würzburg abgehalten, sind die wichtigsten der von 1180, auf welchem Heinrich der Löwe geächtet wurde, und der von 1209, welcher mit der Verlobung Ottos IV. und der Tochter Philipps, Beatrix, dem Reich einstweilen den Frieden brachte.

Am 7. Mai 1525 wurde die Stadt von den aufständischen Bauern unter Götz von Berlichingen eingenommen; doch die Feste Marienberg leistete energischen Widerstand, und schon am 7. Juni mußte sich die Stadt dem vereinigten Heer des Schwäbischen Bundes, von Pfalz und Trier ergeben.

1558 wurde sie von Wilhelm von Grumbach überrumpelt, am 18. Oktober 1631 von Gustav Adolf besetzt. Am 3. September 1796 erfochten hier die Österreicher unter Erzherzog Karl einen Sieg über die Franzosen unter Jourdan.

1803 fiel Würzburg an Bayern, 1805 an den Erzherzog Ferdinand, 1815 an Bayern zurück.

Vom 23. Oktober bis Ende November 1848 tagte hier eine Versammlung der deutschen Bischöfe, welche in einer Denkschrift (29. November) die Trennung von Staat und Kirche verwarfen, für letztere aber volle Selbständigkeit verlangten. Vom 23. bis 27. November 1859 fand hier die unter dem Namen Würzburger Konferenzen bekannte Zusammenkunft der Minister und Bevollmächtigten der deutschen Mittel- und Kleinstaaten behufs engeren Zusammenwirkens in Bundesangelegenheiten statt, die jedoch ebensowenig zu einem Resultat führte wie die von ebendiesen 18. und 19. Februar 1864 gehaltenen Konferenzen zum Zweck gemeinsamen Verhaltens in der schleswig-holsteinischen Frage.

Am 27. Juli 1866 wurde die Festung von den Preußen beschossen. Nach dem Waffenstillstand besetzten die Preußen am 2. August die Stadt, die Festung blieb jedoch in den Händen der Bayern.

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