Wrangel, Karl Gustav von

Aus Encyclopaedia Germanica

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Karl Gustav Graf von Wrangel, geboren am 13. Dezember 1613 auf seinem väterlichen Gut Skokloster unweit Upsala (Schweden) und gestorben am 24. Juni 1676 auf seinem Gut auf der Insel Rügen, war ein berühmter schwedischer Feldherr. Er war der Sohn des schwedischen Feldherrn Hermann von Wrangel.

Leben

Karl Gustav von Wrangel wurde 1629 Offizier und zeichnete sich 1632 bei dem Übergang über den Lech aus. Schon 1638 war er Generalmajor und nach Banérs Tod einer von den drei Generalen, welche die schwedischen Heere in Deutschland bis zur Ankunft Torstenssons befehligten. Unter diesem nahm er teil an den Feldzügen in Deutschland und Dänemark und wurde 1644 nach Flemings Tod Anführer der Flotte, mit welcher er am 11. Oktober 1644 die Dänen bei Fehmarn schlug.

1645 wurde er als Feldzeugmeister wieder nach Deutschland geschickt, erhielt, zum Feldmarschall und Reichsrat ernannt, den Oberbefehl über das Heer, als Torstensson denselben wegen Kränklichkeit niederlegte, und siegte mit Turenne am 17. Mai 1648 bei Zusmarshausen über die Kaiserlichen und Bayern. Nach dem Abschluß des Westfälischen Friedens wurde er Generalgouverneur im schwedischen Pommern und 1651 in den Grafenstand erhoben.

In dem Krieg Karls X. gegen Polen führte er zuerst den Oberbefehl über die Flotte, nahm aber auch an dem Landkrieg teil und führte nebst dem Kurfürsten von Brandenburg in der Schlacht bei Warschau 28.-30. Juli 1656 den Oberbefehl über den linken Flügel des verbündeten Heers. Von Polen ging er mit seinem König nach Dänemark, wo er 1657 Fredericia und nach dem gegen seinen Rat unternommenen Übergang über die Belte nach Seeland (1658) Kronenborg einnahm.

Dagegen gelang es ihm nicht, nachdem er aufs neue den Oberbefehl über die Flotte übernommen hatte (1659), den Entsatz Kopenhagens durch die vom Wind begünstigte holländische Flotte zu hindern. Während der Minderjährigkeit Karls XI. war er erst als Reichsadmiral und später als Reichsmarschall Mitglied der vormundschaftlichen Regierung.

Während des Dreißigjährigen Kriegs hatte er in Deutschland ungeheure Beute gemacht, die er zu kostbaren Bauten auf seinem Gut Skokloster und in Stockholm verwendete. In dem für Schweden schmachvollen Kriege gegen Brandenburg erhielt er zwar 1674 den Oberbefehl; doch war er fortwährend krank und mußte seinem jüngeren Bruder, Waldemar, der am 28. Juni 1675 bei Fehrbellin geschlagen wurde, die Führung des Kriegs überlassen.

Er starb am 24. Juni 1676 auf seinem Gut auf der Insel Rügen. Sein Leichnam wurde in dem Grabchor der von ihm neben dem Schloß Skokloster erbauten Kirche beigesetzt und ihm dort eine Reiterstatue errichtet.

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