Stöber, Adolf
Aus Encyclopaedia Germanica
Adolf Stöber, geboren am 7. Juli 1810 in Straßburg und am 8. November 1892 in Mülhausen gestorben, war ein elsässischer Dichter. Er war der Sohn des Dichters Ehrenfried Stöber und der jüngere Bruder des Dichters August Stöber.
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Leben
Adolf Stöber besuchte das Protestantische Gymnasium und studierte Theologie daselbst. 1832 wurde er Hauslehrer bei dem Präfekten Sers in Metz, ging 1836 nach Oberbronn, wo seine Mutter und seiner Geschwister nach des Vaters Tode wohnten, und war dort als Privatlehrer und in dem einige Stunden enfernten Mietesheim asl Vikar tätig. September 1839 wurde er Religionslehrer am Gymnasium in Mülhausen und versah von dort aus zugleich die Diasporagemeinde Wesserling. 1840 wurde er Pfarrer in Mülhausen und nahm Mutter und Schwester zu sich. 1848 vermählte er sich mit Emma Rappold, die ihm 1882 entrissen wurde. 1890 trat er nach fünfzigjähriger Tätigkeit als Pfarrer in Mülhausen in den Ruhestand, nachdem er von der theologischen Fakultät zu Straßburg den Doktortitel erhalten hatte, und starb am 8. November 1892.
Werke
- Alsatisches Vergißmeinnicht, Straßburg 1825 (mit seinem Bruder August Stöber)
- Alsabilder, Straßburg 1836 (mit seinem Bruder August Stöber)
- Gedichte, Hannover, 1845. 2. Aufl. Straßburg 1893
- Reisebilder aus der Schweiz, St. Gallen, 1850
- Reformatorenbilder, 16 Gedichte, Basel, 1857
- Epheukranz aus das Grabmal einer Heimgegangenen, Mülhausen, 1884
- Spiegel deutscher Frauen, Straßburg 1892
Gedichte
- An Dichter und Leser
- Der Sternenhimmel
- Finstere Nacht
- Der hinscheidende Dichter
- Der Kuß der heiligen Cäcilia
- An Ludwig Uhland
- Die Glocken bei der Enthüllung der Statue Schillers
- Eisgang
- Der Bergwald im Herbst
- Der Bäume Gedanken
- Strom und Wolke
- Meine Welt
- Die Tonleiter
- Adlerhorst
- Das verkannte Herz
- Die Münsterrose
- Beim letzten Abendsonnenblick
- Rechtfertigung
- Lichtfreunde
- Die Läufer von Glarus
- Kaiser Sigismund in Straßburg
- Heiliger Zorn
- Preis der deutschen Sprache
- Germanias Bild
- Die Germanisten im Kaisersaal zu Frankfurt
- Des Rheines Talweg
- Das Rettungsboot
- Elsaß ein - Venetien?
- Zur Versöhnung

