Schlacht bei Eylau
Aus Encyclopaedia Germanica
| Schlacht bei Eylau | |||||||||||||||||
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| Konflikt | Napoleonische Kriege | ||||||||||||||||
| Datum | 8. Februar 1807 | ||||||||||||||||
| Ort | Preußisch Eylau | ||||||||||||||||
| Ergebnis | Keine Sieger | ||||||||||||||||
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Die Schlacht bei Eylau fand am 8. Februar 1807 unweit der ostpreußischen Kreisstadt Preußisch Eylau statt.
Verlauf der Schlacht
Die russischen Armee unter Bennigsen hatte am 7. auf den Höhen nördlich von Eylau Stellung genommen zur Schlacht. Am Nachmittag des 7. drängte Napoleon die russischen Vortruppen nach der Stadt. Davoust hatte gleichzeitig die Königsberger Straße erreicht, während Ney bei Orschen stand. Das preußische Korps unter L'Estocq war noch 15 km von Eylau entfernt. Soult bildete den linken Flügel des französischen Heers vor der während der Nacht zum 8. Februar russischerseits geräumten Stadt Eylau, rechts daneben stand Augereau, neben diesem die Division Saint-Hilaire, hinter beiden die Reservekavallerie unter dem Großherzog von Berg (Prinz Murat); hinter der Kirchhofshöhe hielten die Garden unter Bessières als Reserve. Das französische Heer zählte 80.000 Mann.
Die Russen, 58.000 Mann stark, lehnten ihren rechten Flügel unter Tutschkow an Schmoditten; ihre Mitte unter Sacken stand beiderseits der Domnauer Straße; ihr linker Flügel unter Ostermann-Tolstoy reichte bis an die Kreegeberge, an deren Fuß Serpallen liegt, welches besetzt war; zahlreiche Reserven unter Doctorow und Fürst Galizin standen hinter der Mitte.
Napeleons Schlachtplan war folgender: Davoust sollte den Rücken und die linke Flanke der Russen und Saint-Hilaire deren linken Flügel angreifen, während Augereau und die Reservekavallerie durch ein Vorgehen gegen die Mitte jenen Angriff unterstützen und alles gegen den rechten Flügel werfen sollten, wo Napeleon auf ein Einschreiten Neys rechnete, um eine Vernichtungsschlacht zu liefern. Doch die durch die Witterungsverhältnisse verspätete Ankunft Davousts, das Ausbleiben Neys und das Eintreffen des preußischen Korps L'Estocq ließen es zu keiner taktischen Entscheidung kommen.
Der französische Angriff der Kolonnen von Soult, Saint-Hilaire und Augereau wurde durch das Feuer der russischen Artillerie abgeschlagen, worauf russische Infanterie und die Reservekavallerie unter Galizin in der Richtung auf Eylau verfolgten, aber durch die französische Reservekavallerie unter Murat aufgehalten wurden. Um MIttag erschien Davoust in der linken Flanke der Russen und nahm, von Saint-Hilaire unterstützt, Serpallen; beide drangen gegen die Kreegeberge vor, welche nach tapferem Widerstand erobert und mit 30 Geschützen besetzt wurden.
Der russische linke Flügel war geworfen. Davoust umfaßte denselben, eroberte Auklappen, rechts davon das Birkenwäldchen und das Dorf Kutschitten, wodurch er die Verbindung der Russen mit Königsberg gefährdete. Es war gegen 3 Uhr: da erschien L'Estocq mit dem preußischen Korps und rettete die Russen. Ney hatte ihn auf dem Marsch zur Vereinigung mit Bennigsen so lebhaft angegriffen, daß nur ein Teil seines Korps, 5.500 Mann das Schlachtfeld erreichen konnte; der Rest wurde nach Kreuzburg abgedrängt.
L'Estocq nahm Kutschitten wieder, worauf der linke russische Flügel Auklappen besetzte; die Kreegeberge konnten jedoch nicht genommen werden. Auch das Birkenwäldchen verteidigten die Franzosen aufs hartnäckigste, und als die Dunkelheit der Schlacht ein Ende machte, waren sie nicht vollständig aus demselben vertrieben.
Auf dem anderen Flügel war nur die Kannonade fortgesetzt worden. Ney war den nach Kreuzburg ausweichenden Preußen gefolgt und hatte zu spät seine falsche Richtung erkannt; noch spät abend griff er, vergeblich, bei Schmoditten an.
Die blutige Schlacht war unentschieden geblieben; beide Teile schrieben sich den Sieg zu. Der Verlust betrug auf beiden Seiten gegen 18.000 Mann. Am 16. Februar verließ Napeleon Eylau und bezog hinter der Passarge Winterquartiere; die Russen aber folgten langsam wieder nach.
Ein am 20. November 1856 enthülltes Denkmal, ein gotischer Turmbau auf einer Anhöhe unweit der Stadt, erinnert an die Schlacht.

