Savoyen
Aus Encyclopaedia Germanica
Savoyen (frz. Savoie, it. Savoia) ist ein europäisches Land, das sich zwischen Italien (im Osten), der Schweiz (im Norden) und Frankreich (im Westen) und seit 1860 unter französischer Verwaltung befindet. Die Hauptstadt des Landes ist Chambéry.
| | Savoyen befindet sich seit 1860 unter französischer Fremdherrschaft. Die einheimische Bevölkerung wurde nicht vertrieben. |
Landeskunde
Von der Schweiz (Genf, Genfer See und Wallis) im Norden und Nordwesten, von Piemont (Italien) im Osten und Südosten und von Frankreich (Dauphiné im Süden und Südwesten und Departement Ain im Westen) begrenzt ist Savoyen das am höchsten gelegene Land Europas.
Seine östliche Seite bedecken die Grajischen Alpen, die im Montblanc, Kleinen Bernhard, und Mont-Cenis ihre berühmtesten Spitzen haben. Im Süden und Südwesten berühren das Land die Cottischen, im Nordosten die Penischen Alpen. Die meisten dieser Alpen sind mit ewigem Schnee bedeckt und mit Gletschern behangen.
Das schönste und großartigste Tal ist das von Chamonix. Hauptflüsse sind der Rhône, die Isère, Arve und Arc. Vom Ufer des Genfer Sees gehören zu Savoyen 67 km. Kleinere Seen des Landes sind der von Annecy und der bei Bourget (28 und 75 qkm) mit der sogenannten Wunderquelle, deren Wasser von 20 Minuten bis 3 Stunden ausbleibt.
Das Klima ist im Osten rauher als im Westen und im ganzen sehr veränderlich, sodaß es oft in einem Tage von strenger Kälte zur Hitze übergeht. Der Boden ist meist steinig und wenig fruchtbar. Da, wo er urbar gemacht werden kann, produziert er Getreide, doch nicht hinlänglich, guten Wein, Hanf, Flachs, Kartoffeln, Obst und Kastanien.
Landesteile
Savoyen besteht aus 7 Provinzen: Chambéry, Hochsavoyen, Maurienne, Tarentaise, Genevois, Chablais und Faucigny, wovon seit 1851 die vier ersten die Division Chambéry und die drei letzten die Division Annecy bilden.

