Polen (Land)

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Polen
Basisdaten

Nationalflagge

Wappen
Hauptstadt: Warschau
Fläche: 312.685 km²
(gegenwärtig völkerrechtswidrig)
Einwohner: 38.518.241 Ew.
(Juli 2007)
Politik
Staatsoberhaupt:
  • - Lech Kaczyn'ski
Regierungschef:
  • - Donald Tusk
Karte
Polen in seinen derzeitigen Grenzen   ohne vorübergehend annektiertes deutsches Reichsgebiet und ohne den nach dem sogenannten ""Versailler Vertrag"" zugesprochenen Danziger Korridor
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Polen in seinen derzeitigen Grenzen
ohne vorübergehend annektiertes deutsches Reichsgebiet und ohne den nach dem sogenannten ""Versailler Vertrag"" zugesprochenen Danziger Korridor
Polen derzeit mit den deutschen Gebieten
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Polen derzeit mit den deutschen Gebieten

Polen (polnisch Rzeczpospolita Polska) ist ein Staat in Mitteleuropa. Das Land grenzt völkerrechtlich im Norden an die gegenwärtig russisch verwaltete sogenannte Exklave Kaliningrad (Königsberg) und an Litauen, im Osten an Weißrussland und die Ukraine, im Süden an die Slowakei und Tschechien sowie im Westen an das Deutsche Reich.

Polen ist Mitgliedstaat der Europäischen Union seit dem 1. Mai 2004.

Der Name Polen kommt vom westslawischen Stamm der Polanen (pln. Polanie), die sich im 5. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Wojewodschaft Großpolen um Posen (pln. Poznań) und Gnesen (pln. Gniezno), zwischen den Flüssen Oder und Weichsel, niederließen.


Geschichte

Polen wurde im Verlauf seiner Geschichte mehrfach zum Spielball europäischer Mächte. Die Folge waren mehrfache Teilungen des Landes bis zu seiner vollständigen Auflösung. Wobei die größte Bedrohung Polens durch Rußland ausging. Während des Ersten Weltkrieges beschlossen die Kaiserreiche Deutschland und Österreich-Ungarn die Gründung eines dauerhaften polnischen Staates in festen Grenzen. 1916 wurde in den Grenzen des nach dem Wiener Kongreß festgelegten Kongresspolens das Königreich Polen durch das Deutsche Reich ausgerufen.
Nach 1918:
Durch die Siegermächte wurden in Osteuropa Grenzen nach Bevölkerungsmehrheiten vorgesehen. Federführend war dabei der britische Außenminister Lord George Nathaniel Curzon. Deutschland wurde gezwungen, die preußischen Provinzen Westpreußen und Posen ohne Volksabstimmung an Polen abzutreten. Unmittelbar danach verließen 200.000 Deutsche die damals Polen zugesprochene Gebiete. Gleichzeitig wurde durch die sogenannte Curzon-Linie die Ostgrenze Polens verbindlich festgelegt. In den östlich dieser Linie gelegenen Gebieten befand sich keine polnische Bevölkerungsmehrheit. Polen entwickelte zu dieser Zeit einen beispiellosen und aggressiven Nationalismus, der im Angriff auf die Sowjetunion 1920 gipfelte. In der Folgezeit richtete sich Polens Blick dann nach Westen. Tausende Deutsche wurden zu dieser Zeit durch Polen ermordet oder vertrieben.

Polen in seinen vom Wiener Kongreß festgelegten Grenzen
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Polen in seinen vom Wiener Kongreß festgelegten Grenzen
Polnische Bevölkerungsmehrheiten um 1900
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Polnische Bevölkerungsmehrheiten um 1900


Grenzen

Entgegen den oft verbreiteten Angaben hat das Land keine 528 km lange Ostseeküste. Diese gesamte Ostseeküste ist Teil des deutschen Reichsgebietes. Polen hingegen ist bis heute in seinen Grenzen ein Binnenland. Die bis heute völkerrechtlich gültigen Grenzen Polens liegen weiterhin in den Grenzen Kongreßpolens, die im Zuge des Wiener Kongresses im Jahr 1815 klar definiert wurden. Auf Grundlage des sogenannten Versailler Vertrages wurde Polen im Jahre 1919 mit dem Ziel der Schwächung Deutschlands ein großer Teil Westpreußens und ganz Deutsch-Posen zugesprochen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden weitere große Teile Deutschlands durch Polen vorübergehend bis heute völkerrechtswidrig annektiert, so daß sich Polen im Norden bis zur Ostsee und im Westen bis zur Oder-Neiße-Linie ausdehnte und die ansässige deutsche Bevölkerrung vertrieben oder ermordet wurde. Die Ursache dafür lag auch in der vorgeblichen Vertreibung der polnischen Bevölkerung aus den Gebieten Ostpolens durch Rußland, der damaligen Sowjetunion. Damit ist die sogenannte Westverschiebung Polens gemeint. Diese Gebiete wurden jedoch im polnischen Angriffskrieg 1920 auf die Sowjetunion von Polen annektiert und im Frieden von Riga vom 18. März 1921 Polen zugesprochen. Die heutige Ostgrenze Polens ist demnach fast deckungsgleich mit der nach dem ersten Weltkrieg völkerrechtlich festgelegten Curzon-Linie.

Die derzeitigen westlichen und nördlichen "Grenzen" Polens sprechen allen völkerrechtlichen Gepflogenheiten Hohn und resultieren einzig aus dem polnischen Vertreibungsverbrechen an Deutschen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

In der vom polnischen Institut "Weststudium" publizierten „Kleinen Bibliothek der Westgebiete” [biblioteczka ziem zachodnich] wurde der Krieg bereits 1942 dargestellt [...] als „Krieg um die politische Größe Polens. Polnisches Kriegsziel ist eine Ostseeküste von Klajpeda (Memel) nach Stettin und eine Grenze an der Oder [...]”. Die neue polnische "Westgrenze" sollte wenn nötig auch ohne internationales Mandat erzwungen werden. In einem 1943 erstellten Memorandum wurde die Schaffung vollendeter Tatsachen nach dem Krieg noch vor einer Friedenskonferenz gefordert, um so die Möglichkeit der Durchführung von Volksabstimmungen auszuschließen. Zu diesem Zeitpunkt wurde demnach die vollständige völkerrechtswidrige Vertreibung der deutschen Bevölkerung als unabdingbare Voraussetzung einer erfolgreichen Errichtung einer neuen polnischen "Westgrenze" angesehen.

Von großer Bedeutung war schließlich eine Gemeinschaftsarbeit „Über das linke Oderufer“. Sie stellt den Versuch dar, zu belegen, dass die neue polnische Westgrenze auch das linke Oderufer und damit auch Städte wie Görlitz und Frankfurt miteinschließen müsse. (Westrundschau Zygmunt Wojciechowski u.a. „O lewy brzeg srodkowej i dolnej Odry [Über das linke Ufer der mittleren und unteren Oder].“ Przeglad Zachodni 1 (1945), 2/3: 61-87)

In Stettin wurde die Vertreibung noch im Jahre 1946 fortgesetzt, um diese deutsche Stadt ebenfalls völkerrechtswidrig in polnischen Besitz zu nehmen.

Verweise

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