Neuschwabenland

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Das deutsche Reichsgebiet Neuschwabenland und seine Lage auf dem antarktischen Kontinent
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Das deutsche Reichsgebiet Neuschwabenland und seine Lage auf dem antarktischen Kontinent

Neuschwabenland (auch Neu-Schwabenland) ist Teil des Deutschen Reiches und ein deutsches Randgebiet der Ostantarktis, welches jedoch von Norwegen völkerrechtswidrig beansprucht wird. Das deutsche Gebiet entspricht ungefähr der Fläche des deutschen Kernreiches. Es ist weitgehend von Inlandeis bedeckt und von hohen Gebirgen durchzogen. Das deutsche Reichsgebiet Neuschwabenland wurde 1938/39 von der deutschen Antarktisexpedition unter Leitung von Alfred Ritscher für das Deutsche Reich in Besitz genommen. Die deutsche Antarktis-Expedition wurde mit einem Flugzeugträger (Katapultschiff) durchgeführt, das den Namen Schwabenland trug. Der Schiffsname gab somit auch dem dortigen Gebiet den Namen: Neuschwabenland. Die Erkundung und Inbesitznahme des Gebietes erfolgte durch Flaggenhissung und den Überflug der Flugboote "Boreas" und "Passat", die während des Überfluges Hakenkreuzfahnen zur Markierung des deutschen Hoheitsgebietes abwarfen. Weiterhin wurde die Inbesitznahme des Areals durch hervorragende Luftaufnahmen dokumentiert, die den deutschen Anspruch untermauern.

Die Schwabenland mit dem Katapultflugzeug "Nordmeer"
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Die Schwabenland mit dem Katapultflugzeug "Nordmeer"

Bei der Einnahme des Gebietes für das Deutsche Reich wurden insgesamt mehr als 11.000 Luftaufnahmen angefertigt und über 100 Hakenkreuz-Fallflaggen abgeworfen sowie eine provisorische Basisstation errichtet. Darüberhinaus wurden detaillierte Karten erstellt. In den Karten sind vor allem die einzelnen Gebirge mit deutschen Namen ausgestattet. Das Wohlthat-Massiv mit dem 3.900 Meter hohen Mentzel-Berg, das Mühlig-Hofmann-Gebirge mit dem 4.000 Meter hohen Habermehl-Gipfel, das Ritscher-Land mit dem 4.000 Meter hohen Schubert-Gipfel, dem Spieß-Gipfel und der Penck-Mulde.

Das Deutsche Reich meldete somit völkerrechtlichen Anspruch auf ca. 600.000 km² deutschen Reichsgebietes in der Antarktis an, welcher jedoch durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 vorübergehend bis heute nicht vollzogen werden konnte. Spekulationen nach bildete Neuschwabenland einen möglichen Rückzugsort einer Absetzbemühung des deutschen Militärs während und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Eine der damals angefertigten Photografien des Reichsgebietes Neuschwabenland mit dem Ritscher-Gipfel
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Eine der damals angefertigten Photografien des Reichsgebietes Neuschwabenland mit dem Ritscher-Gipfel

Die Schwabenland beim Katapultabschuß eines ihrer Flugboote
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Die Schwabenland beim Katapultabschuß eines ihrer Flugboote
Bis heute ranken sich Mythen und Legenden um die Expedition und um das deutsche Reichsgebiet Neuschwabenland, zumal in den Jahren 1946/47 eine amerikanische Großexpedition (Operation "Highjump") unter Admiral Richard Evelyn Byrd unter Einsatz von U-Booten und einem Flugzeugträger in ebendiesem Areal eine sogenannte Übung abhielt. Die Operation wurde nach 8 Wochen wegen Verlusten an Menschen und Material abgebrochen. Möglicherweise sollte diese amerikanische Operation auch nur dem Test von militärischen Gerätschaften dienen, die in einem befürchteten Krieg gegen die damalige bolschewistische Sowjetunion auf ihre extreme Wettertauglichkeit hin geprüft werden sollten. Das Operationsareal ausgerechnet innerhalb des deutschen Reichsgebietes Neuschwabenland läßt jedoch auch durchaus andere Schlüsse zu. Admiral E. Byrd wurde 1948 von der deutschen Polarschiffahrtsgesellschaft nach Hamburg zur „Urania“ eingeladen. Er stellte dort den Film „Mit Byrd zum Südpol“ vor. Unter den 82 geladenen Gästen befanden sich auch 54 Mitglieder der Schiffsbesatzung der Schwabenland, jenes Schiffes welches 1938 zur Expedition nach Antarktika aufbrach.
Eintrag im BRD-Bundesanzeiger zum Reichsgebiet Neuschwabenland
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Eintrag im BRD-Bundesanzeiger zum Reichsgebiet Neuschwabenland

Am 5. August 1952 vermeldete das Auswärtige Amt der BRD im Bundesanzeiger Anspruch auf 84 deutsche Namen für Berge, Gebiete, Höhenzüge und Gebirge im Neuschwabenland, jedoch keine direkten Gebietsansprüche, da das Besatzungskonstrukt BRD, im Gegensatz zum Deutschen Reich, diese Gebiete völkerrechtlich nicht beanspruchen kann.

Während der norwegischen Antarktisexpedition 1956 bis 1960 wurde das Gebiet topographisch neu aufgenommen und erhielt norwegische Bezeichnungenm, die jedoch bis auf Norwegen von keinem anderen Land anerkannt wurden. Im Ergebnis entstand die Kartenserie „Dronning Maud Land 1:250.000“.

1961 dann errichtete die Sowjetunion auf dem Schelfeis in der Nähe der Schirmacher-Oase ihre Forschungsstation „Lasarew“. Später setzte man diese Station in die Oase selbst um und gab ihr den Namen „Nowolasarewskaja“. Eine weitere photogrammetrische Aufnahmereihe wurde geschossen und es wurde eine Kartenserie im Maßstab 1:100.000 aufgelegt.

In unmittelbarer Nähe dieser sowjetischen Station erbaute die DDR 1976 die Georg-Forster-Station, die als Ausgangsbasis für umfangreiche geodätische, geophysikalische, glaziologische, meteorologische und Forschungen in der Schirmacher-Oase selbst sowie in den südlich gelegenen Gebirgsketten des Wohltat-Massivs diente. Sie wurde 1996 aus Kostengründen vollständig abgebaut.

Seit 1981 betreibt Indien im Gebiet der Schirmacher-Oase eine eigene Antarktisforschung. 1983 baute Neu-Delhi seine Schelfeis-Station „Dakshin Gangotri“ auf, die später, aufgrund großer Akkumulationsraten, aufgegeben werden musste und seit 1989 von der neuen Station „Maitri“ abgelöst wurde, die nun in der Schirmacher-Oase drei Kilometer von „Nowolasarewskaja“ entfernt steht.

Literatur

  • Gehring, Heiner & Zunneck, Karl-Heinz (2005) - Flugscheiben über Neuschwabenland
  • Schön, Heinz (2004) - Mythos Neu-Schwabenland

Verweise

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