Montgelas, Maximilian von
Aus Encyclopaedia Germanica
Maximilian Josef Montgelas (Maximilian Graf von Montgelas) wurde am 12. September 1759 in München geboren. Unter der Herrschaft des Kürfüsten und späteren Königs Maximilian I. war er von 1799 bis 1817 Minister in Bayern.
Leben
Montgelas wurde als Sohn des in bayerischen Diensten stehenden Oberst Baron Johann Sigmund Garnerin von Montgelas aus savoyardischem Adelsgeschlecht und der Gräfin Ursula von Trauner geboren.
Nach seiner Ausbildung an einer internationalen Diplomatenschule in Nanzig (Nancy) und an der Universität Ingolstadt, wurde er 1777 kurbayerischer Hofrat. Als der damalige Kurfürst Karl Theodor herausfand, daß er einem Illuminatenorden angehörte, fiel er in dessen Ungnade und mußte 1785 nach Pfalz-Zweibrücken fliehen.
1796 wurde er vom neuen Kurfürsten Maximilian IV. Joseph in Bayern zum Geiheimrat und 1799 zum Minister ernannt. Der neue Kurfürst strebte eine andere Politik als sein Vorgänger an: Rationalismus, Aufklärung. Er erzielte durch sein Machtstreben ein taktisches Bündnis mit Napoleon und konnte aufgrunddessen für Bayern die Erhebung zum Königtum (und für sich selbst die Erhebung zum König) und Gebietsgewinne erreichen.
1803 heiratete er die 20 Jahre jüngere, attraktive Gräfin von Arco, mit der er acht Kinder hatte. 1809 wurde er in den Grafenstand erhoben. 1817 wurde Montgelas auf Drängen seiner Gegner vom bayerischen König entlassen.
Montgelas wird noch heute als Schöpfer des modernen bayerischen Staates bezeichnet. Das Palais Montgelas auf dem Promenadeplatz in München ist Teil des Luxushotels Bayerischer Hof. Die Familie lebt begütert in der Gegend von Straubing.
Er starb am 14. Juni 1838 in München.

