Lech (Fluß)
Aus Encyclopaedia Germanica
Der Lech (lat. Licus) ist ein rechter Nebenfluß der Donau, Grenzfluß zwischen Altbayern und Schwaben.
Er entspringt in Vorarlberg (im Formarinsee unter der Roten Wand) 1865 m über dem Meer und mündet nach einem 285 km langen Lauf bei Lechsend neben einsamer Burgruine 405 m über dem Meer. Im Quellgebiet fließt er in Schlangenwindungen zwischen den düstern Kalkalpen durch eine unbewohnte, unbebaute Wildnis; bei Reutte erweitert sich das Tal beckenartig, der Fluß wendet sich nordwärts, durchbricht zwischen Reutte und Füssen fünf vorgeschobene Alpenriegel in einem Quertal und bildet oberhalb Füssen einen schönen Wasserfall sowie die prächtigste Stromschnelle auf deutschem Boden.
Nach der Sage überschritt ihn an der engsten Stelle der Apostel des Allgäus, St. Magnus, der 746 an der Stelle der heutigen Stadt Füssen das Benediktinerstift Faucena (Fauces alpium) gegründet hatte. Unterhalb Füssen tritt der Lech in die Ebene, behält aber den Charakter des Alpenflusses, zerreißt häufig Dammbauten und Ufer und wechselt die Breite vielfach. Auch der Wasserstand ist sehr verschieden, bald der eines großen Baches, bald der eines reißenden Stroms (durchschnittlich 36-80 m, bei der Wertachmündung 390 m breit).
Seine ansehnlichern Zuflüsse sind: bei Füssen die Vils, bei Schongau (wo er schiffbar wird) der Halblech und bei Augsburg die Wertach.
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