Konrad I.

Aus Encyclopaedia Germanica

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Konrad I., gestorben am 23. Dezember 918, war ein deutscher König.

Leben

Konrad I. war der Sohn des fränkischen Grafen Konrad vom Lahngau und der Glismut, einer Tochter des Kaisers Arnulf. Seit seines Vaters Tod (906) Herzog von Franken, wurde er, als mit Ludwig dem Kinde die Karolinger ausgestorben waren, durch Hattos von Mainz' Einfluß aus dem Reichstag zu Forchheim am 8. November 911 von den geistlichen und weltlichen Großen des ostfränkischen Reichs zum König gewählt.

Die Lage des Reichs war äußerst schwierig: von feindlichen räuberischen Nachbarn bedrängt, drohte es in eine Anzahl selbständiger Herzogtümer zu zerfallen. Dieser Gefahr zu begegnen, suchte Konrad bei der Geistlichkeit eine Stütze, und mit ihrer Hilfe wollte er die Stammesherzöge zur Unterwerfung unter die königliche Gewalt zwingen. Zwei Feldzüge gegen Reginar von Lothringen, der sich dem westfränkischen Reich angeschlossen, waren indes erfolglos.

Als 912 Otto der Erlauchte von Sachsen starb, entzog Konrad dessen Sohn Heinrich einen Teil der Reichslehen in Thüringen und führte gegen ihn Krieg, als derselbe sich widersetzte; aber er mußte bald nachgeben und Frieden schließen, um seine ganze Kraft gegen Süden wenden zu können.

In Schwaben hatten die Kammerboten Erchanger und Berthold den herzoglichen Titel angenommen und den einflußreichen Ratgeber des Königs, Bischof Salomo von Konstanz, besiegt und gefangen gesetzt. Konrad berief nun die Bischöfe des Reichs zu einer Synode nach Hohenaltheim 916, welche die inzwischen überwundenen Herzöge verurteilte; Konrad ließ sie 917 hinrichten. Aber diese grausame Strenge begründete seine Herrschaft in Schwaben nicht, und ebensowenig gelang es ihm, den Herzog Arnulf von Bayern völlig zu besiegen.

In diesem erfolglosen Kampf rieb sich der tapfere, mannhafte Fürst vor der Zeit auf und starb, nachdem er seinen Gegner, Herzog Heinrich von Sachsen, zu seinem Nachfolger vorgeschlagen, am 23. Dezember 918. Er ward zu Fulda beigesetzt.

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