Koch, Christoph Wilhelm von
Aus Encyclopaedia Germanica
Christoph Wilhelm von Koch, geboren am 9. Mai 1737 zu Buchsweiler (Unterelsaß) und gestorben am 29. Oktober 1813 zu Straßburg (Unterelsaß), war ein deutscher Historiker und Publizist.
Leben
Christoph Wilhelm von Koch studierte in Straßburg und wurde daselbst Professor der Rechte und 1780 vom Kaiser Joseph II. zum Reichsritter erhoben.
Im Jahr 1789 ging er als Deputierter der elsässischen Protestanten nach Paris und erlangte von der Konstituierenden Versammlung die Zusicherung der Erhaltung der bürgerlichen und religiösen Rechte seiner Glaubensgenossen. Als Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung zeichnete er sich durch Verteidigung der Grundsätze des Rechts aus und kam deshalb elf Monate lang in Haft. Während des Konvents war Christoph Wilhelm von Koch Mitglied des Konsistoriums des Unterelsaß und wurde 1802 zum Tribun ernannt. Auch machte er sich um die Wiederherstellung der Universität zu Straßburg verdient, zu deren Rektor er 1810 ernannt wurde. Er starb am 29. Oktober 1813.
Werke
- Tableau des révolutions de l'Europe, Lausanne 1771
- Tableau des révolutions de l'Europe dans le moyen âge jusqu'à l'an 1453, Straßburg 1790
- Abrégé de l'histoire des traités de paix depuis la paix de Westphalie, Basel 1797
- Tables des traités entre la France et les puissances étrangères depuis la paix de Westphalie jusqu'à nos jours, Basel 1802
- Tables généalogiques des maisons souverains de l'est et du nord de l'Europe, 1782

