Kempten
Aus Encyclopaedia Germanica
| Wappen | |
|---|---|
| Bild:Wappen Kempten.jpg.jpg | |
| Basisdaten | |
| Staat: | Bundesrepublik Deutschland |
| Bundesland: | Bayern |
| Bezirk: | Schwaben |
| Einwohner: | 59.369 |
Kempten ist eine kreisfreie Stadt im Bezirk Schwaben (Bayern), an der Iller.
Bevölkerung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1885 | 14.368 |
| 1939 | 29.700 |
| 1987 | 59.369 |
Geschichte
Kempten, das Cambodunum der Römer, bildete vormals zwei Städte, die Alt- und Neustadt, die stets auf feindlichem Fuß miteinander standen. Die Altstadt (im Tal) erhielt 1289 Reichsfreiheit, trat 1331 dem Schwäbischen Städtebund bei und nahm 1527 die Reformation an; die höher gelegene Neu- oder Stiftsstadt war der Hauptort der gefürsteten Abtei Kempten.
Das vormalige Benediktinerkloster wurde hier 773 von Hildegard, der dritten Gemahlin Karls des Großen, errichtet; die Äbte erhielten 1360 von Kaiser Karl IV. die reichsfürstliche Würde. Im Dreißigjährigen Krieg fiel Kempten nach tapferer Gegenwehr der Bürger und Schweden am 13. Januar 1633 und abermals 1634 in die Hände der Kaiserlichen, bis 12. Dezember 1646 die Schweden es nochmals gewannen.
Am 13. November 1703 wurde es von den Franzosen erobert. Am 17. September 1796 fiel hier ein Treffen zwischen den Österreichern und Franzosen vor, in welchem erstere Sieger blieben. 1803 kamen Stadt und Abtei an Bayern.

