Grenzmark Posen-Westpreußen
Aus Encyclopaedia Germanica
Inhaltsverzeichnis |
Die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen (1918-1938)
Durch den Versailler Vertrag verlor Deutschland u.a. die überwiegenden Teile der preußischen Provinzen Posen und Westpreußen. Dabei machte man selbst vor der Teilung von Kreisen keinen Halt, so daß man bei den verbliebenen Teilen von "Restkreisen" sprach, mit Ausnahme von zwei Kreisen, die komplett verblieben sind. Die bei Deutschland verbliebenen Teile existierten fortan als preußische Provinz "Grenzmark Posen-Westpreußen". Diese Provinz bestand räumlich aus drei voneinander getrennten Teilen, die jeweils an Pommern, Brandenburg und Schlesien angrenzten.
Verbliebene Teile von Posen
- Der gesamte Kreis Schwerin (Warthe)
- Ein Großteil vom Kreis Meseritz
- Ein geringer Teil vom Kreis Bomst
- Ein Großteil vom Kreis Fraustadt
- Aus den Restkreisen Filehne, Scharnikau und Kolmar entstanden der Netzekreis und der Stadtkreis Schneidemühl
Verbliebene Teile von Westpreußen
- Der gesamte Kreis Deutsch Krone
- Ein Großteil vom Kreis Schlochau
- Ein Teil vom Kreis Flatow
Die Provinz wurde 1938 aufgelöst und die angrenzenden Teile jeweils in ihre Nachbarprovinzen eingegliedert.
- Die Kreise Schwerin (Warthe) und Meseritz an Brandenburg
- Der Nordteil des Kreises Bomst zum Kreis Züllichau-Schwiebus und damit an Brandenburg
- Der Südteil des Kreises Bomst zum Kreis Grünberg in Schlesien
- Der Kreis Fraustadt an Schlesien
- Die westpreußischen Teile, der Netzekreis und die Stadt Schneidemühl an Pommern
Der Bezirk Grenzmark Posen-Westpreußen (1938-1945)
1938 wurde der Bezirk "Grenzmark Posen-Westpreußen" in Pommern gebildet. Grundlage dafür bildeten die zuvor eingegliederten Gebiete der aufgelösten Provinz. Allerdings kamen noch 4 weitere Kreise dazu. Die neumärkischen Kreise Arnswalde und Friedeberg Nm. mußten von Brandenburg zu Pommern wechseln. Mit den Kreisen Dramburg und Neustettin wurden dem Bezirk auch zwei Kreise angegliedert, die bereits vorher zu Pommern gehörten.

