Graff, Johann Jakob
Aus Encyclopaedia Germanica
Johann Jakob Graff, geboren am 23. September 1768 zu Georgenthal bei Colmar (Oberelsaß) und am 20. März 1848 zu Weimar (Thüringen) gestorben, war ein berühmter deutscher Schauspieler und der erste Darsteller zahlreicher klassischer Rollen.
Leben
Johann Jakob Graff studierte in Straßburg Theologie und wandte sich 1789 über Holland nach Köln, wo er 1789 als Cassio (im Othello) bei der Doblerschen Gesellschaft zuerst die Bühne betrat. Vom nächsten Jahre ab bereiste er mit der Bossaschen Gesellschaft eine Reihe süddeutscher Städte und wurde dann für das Weimarsche Hoftheater engagiert, auf dem er 1793 als Hofrat Rheinhold (in Ifflands Hagestolzen) debütierte. Seitdem gehörte er der Weimarschen Hofbühne bis 1841 an. Er starb am 20. März 1848 zu Weimar.
Würdevolle Rollen gelangen ihm besser als leidenschaftliche, in denen er leicht unruhig wurde. Vortrefflich gab er neben Götz, Alba, König Philipp, Odoardo usw. den Wallenstein; Goethe wie Schiller wurden auf seine schauspielerische Entwicklung von bestimmendem Einfluß. Aber auch im Lustspiel leistete Johann Jakob Graff sehr Gutes.

