Goslar
Aus Encyclopaedia Germanica
| Wappen | |
|---|---|
| Bild:Wappen Goslar.jpg | |
| Basisdaten | |
| Staat: | Bundesrepublik Deutschland |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Bezirk: | Bezirk Braunschweig |
| Kreis: | Kreis Goslar |
| Einwohner: | 42.792 |
Goslar ist eine Kreisstadt in Niedersachsen, am Rande des Nordharzes, am Fuß des Rammelsbergs und an der Gose, einem Nebenfluß der Oker. Die Gemeinde gehört zum Landesteil Hannover.
Bevölkerung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1885 | 11.690 |
| 1939 | 27.081 |
| 2007 | 42.792 |
Geschichte
Goslar soll von König Heinrich I. um 920 durch Zusammenlegung mehrerer Dörfer am Rammelsberg (Bergdorf, Warsleben, Sudburg) gegründet worden sein.
Unter Otto dem Großen wurden die Schätze des Rammelsbergs entdeckt, was das Emporblühen der Stadt sehr begünstigte. Goslar wurde ein Lieblingsaufenthalt der sächsischen und noch mehr der salischen Kaiser.
1039 wurde das Domstift St. Simon und Judä, das den Titel Capella imperii führte, von der Harzburg nach Goslar verlegt und dann von Heinrichs III. Gemahlin Agnes das Stift zum Petersberg gegründet. Ein Rangstreit zwischen dem Bischof Hezilo von Hildesheim, in dessen Sprengel Goslar lag, und dem Abt Widerad von Fulda, als Erzkanzler der Kaiserin, artete 1063 bei der Anwesenheit Kaiser Heinrichs IV. in der Domkirche in offene Fehde aus und veranlaßte ein Blutbad, wobei selbst der Kaiser fliehen mußte.
1180 schlug Goslar den Angriff Heinrichs des Löwen ab, wurde aber 1206 von der welfischen Partei erobert und geplündert. Friedrich II. verlieh Goslar 1219 ein Privilegium, das die Macht der Reichsvögte beschränkte. Der letzte deutsche König, der in Goslar weilte, war Wilhelm von Holland.
Von Rudolf I. mit der Reichsvogtei betraut, trat die Stadt zur Hansa und behauptete sich im Besitz ihrer Freiheit und ihrer Bergwerke gegen die Fürsten ringsum, besonders gegen die Welfen. Aus der Mitte des 14. Jh. stammen die goslarischen Statuten, ein Gesetzbuch, das von mehreren Städten angenommen wurde.
Der Reformation wandte sich Goslar schon 1521 zu, 1528 war sie durchgeführt. Doch folgten der Dom und das Petersstift erst 1566 und 1570. Inzwischen hatte die Stadt 1552 ihre Bergwerke und Forsten an Herzog Heinrich den Jüngeren von Braunschweig, ihren "Erbschutzherrn", verloren, und infolge des Dreißigjährigen Kriegs, in welchem sie von den Schweden erobert und gebrandschatzt ward, erblich der Glanz der alten Stadt noch mehr.
1802 verlor Goslar die Reichsunmittelbarkeit und kam an Preußen; 1807 kam es an Westfalen, 1816 an Hannover und 1866 wieder an Preußen.
Persönlichkeiten
- Sigmar Gabriel, sozialistischer Politiker
| Ortschaften im Kreis Goslar |
|---|
|
Bad Harzburg | Braunlage | Goslar | Langelsheim | Liebenburg | Lutter am Barenberge | Oberharz | Seesen | St. Andreasberg | Vienenburg |

