Godegisel (Burgund)

Aus Encyclopaedia Germanica

Wechseln zu: Navigation, Suche

Godegisel war der zweite Sohn des Königs Gundioch von Burgund. Er erhielt nach seines Vaters Tode, 473, das Gebiet der späteren Freigrafschaft (Franche-Comté) und der Welschschweiz. Seinen Sitz hatte er in Lausanne. Auf seinen älteren Bruder Gundobad eifersüchtig, knüpfte er insgeheim mit dem Frankenkönig Chlodwig eine Verbindung, als dieser sich zum Kriege gegen die Burgunder rüstete und verschaffte durch offenen Abfall von seinem Bruder den Franken den entscheidenden Sieg bei Dijon 500. Doch konnte er den so gewonnenen Thron nicht gegen seinen Bruder behaupten, welcher nach Chlodwigs Entfernung Godegisel in Vienne einschloß und nach der Erstürmung der Stadt tötete.

Persönliche Werkzeuge