Gera

Aus Encyclopaedia Germanica

Wechseln zu: Navigation, Suche
Gera
Wappen
Bild:Wappen Gera.jpg
Basisdaten
Staat: Bundesrepublik Deutschland
Bundesland: Thüringen
Einwohner: 102.733

Gera ist eine kreisfreie Stadt in Thüringen, im Tal der Weißen Elster.

Bevölkerung

Jahr Einwohner
1885 34.152
1939 83.375
1995 123.555
2007 102.733

Geschichte

Gera, in Urkunden Geraha, verdankt seine Entstehung wahrscheinlich den Sorben; sie gehörte seit 999 dem Stift Quedlinburg und wurde zu Ende des 12. Jh. den Vögten von Weida (s. Reuß) überlassen, während die Lehnshoheit über Gera zu Anfang des 14. Jh. an Thüringen fiel.

Im sächsischen Bruderkrieg wurde Gera am 15. Okt. 1450 vom Landgrafen Wilhelm III. von Thüringen nach langer Belagerung gestürmt und von den böhmischen Hilfsvölkern des letztern niedergebrannt. Im Vertrag zu Gera 1599, der 1603 in Ansbach bestätigt wurde, überließ Kurfürst Joachim Friedrich von Brandenburg die fränkischen Fürstentümer seinen Stiefbrüdern.

Am Osterfest 1639 wurde Gera fast zur Hälfte von den Schweden verwüstet.

Die große Feuersbrunst vom 18. Sept. 1780 legte 31 öffentliche Gebäude und 686 Bürgerhäuser in Asche. Auch in den Kriegen von 1806 bis 1814 wurde Gera hart mitgenommen.

Persönliche Werkzeuge