Zetter, Georg
Aus Encyclopaedia Germanica
Georg Zetter (Friedrich Otte), geboren am 4. März 1819 in Mülhausen und am 21. Oktober 1872 gestorben, war ein elsässischer Dichter.
Leben
Georg Zetter, der sich als Schriftsteller immer Friedrich Otte nannte, ist geboren am 4. März 1819 in Mülhausen. Er erhielt seine Bildung in einer Erziehungsanstalt zu Lenzburg im Aargau und zu Neuenburg (Neuchâtel). Seiner Neigung zum Studium mußte er entsagen und trat 1836 in seiner Vaterstadt in das Haus der Gebrüder Köchlin ein, dem er über dreißig Jahre angehörte. 1842 verheiratete er sich mit Cäcilie Graf, der Tochter eines schriftstellerisch tätigen Pfarrers. Er liebt besonders die Schweiz, machte sich aber auch mit den schwäbischen Dichtern persönlich bekannt und war mit den Brüdern Stöber nach befreundet. 1843/48 gründete er mit August Stöber die Elsässischen Neujahrsblätter. Sein besonderes Verdienst ist die Herausgabe des sehr gediegenen Elsässischen Samstagsblattes, das von 1856 bis 1866 von ihm geleitet wurde, dann aber einging, um 1868 für ein Jahr als zweisprachiges Blatt zu erscheinen - eine sehr bezeichnende Tatsache. Zetter starb am 21. Oktober 1872.
Werke
- Schweizersagen in Balladen, Romanzen und Legenden, Straßburg 1840
- Schweizersagen usw. Neue Sammlung, Basel 1842
- Gedichte, Basel 1845
- Aus dem Elsaß. Gedichte. Neue Auswahl, St. Gallen 1862
Gedichte
- Mit der ersten Auflage meiner Gedichte
- Mitternacht
- Berglied
- Alpensonette
- Bruder Einsiedel
- Otfried
- Gottfried von Straßburg
- Erwin von Steinbach
- Sebastian Brant
- Jakob Sturm, Stättmeister in Straßburg
- Ehrenfried Stöber
- Adam Walter Strobel
- Friederike von Sesenheim
- Epistel an August Stöber
- Am Schillerfeste

