Galuppi, Baldassaro

Aus Encyclopaedia Germanica

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Baldassaro Galuppi, geboren 1703 auf der Insel Burano bei Venedig und gestorben im Januar 1785 in Venedig, war ein italienischer Opernkomponist.

Leben

Baldassaro Galuppi war der Sohn eines Barbiers. Er kam Alter von 16 Jahren nach Venedig, wo er anfangs als Organist mehrerer kleiner Kirchen eine kümmerliche Existenz führte. Bald darauf brachte er die komische Oper La fede nell' incostanza zur Aufführung, welche vollständig durchfiel, da er zuvor keinerlei Kompositionsstudien gemacht hatte. Eine zweite Oper: Dorinda, mit der er 1729 an die Öffentlichkeit trat, nachdem er inzwischen den Unterricht Lottis genossen, hatte dagegen guten Erfolg, und da er überdies ein gewandter Klavierspieler war, so gestaltete sich seine Künstlerlaufbahn von nun an bis zu seinem Tod zu einer glänzenden.

Von 1741 bis 1744 war er in London, wo er mehrere seiner Opern zur Aufführung brachte. Nach Italien zurückgekehrt, entfaltete er eine solche Fruchtbarkeit, daß er bald alle Opernbühnen der Halbinsel beherrschte. 1762 wurde er als Kapellmeister der Markuskirche zu Venedig angestellt, folgte 1765 einem Ruf nach Petersburg, wo er drei Jahre hindurch reiche Triumphe feierte, kehrte dann aber wieder in sein Amt nach Venedig zurück und starb hier im Januar 1785.

Galuppi hat 70 Opern geschrieben, von denen sich namentlich die komischen durch gesunden Humor, reichen Melodienfluß und dramatische Wirksamkeit auszeichnen, wenn auch nicht zu verkennen ist, daß seine Musik bereits der Periode des Verfalles der italienischen Opernmusik angehört.

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