Göttingen
Aus Encyclopaedia Germanica
| Wappen | |
|---|---|
| Bild:Wappen Göttingen.jpg | |
| Basisdaten | |
| Staat: | Bundesrepublik Deutschland |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Bezirk: | Bezirk Braunschweig |
| Kreis: | Kreis Göttingen |
| Einwohner: | 121.581 |
Göttingen ist eine Kreisstadt in Niedersachsen, im weiten, sanft gehügelten Tal der Leine, am Fuß des östlich gelegenen, 380 m hohen Hainbergs. Die Gemeinde gehört zum Landesteil Hannover.
Bevölkerung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1885 | 21.598 |
| 1939 | 51.214 |
| 2007 | 121.581 |
Geschichte
Göttingen kommt als Gutingi bereits in Urkunden von 950-960 vor und war lange Zeit nur ein Dorf, in dessen Feldmark die kaiserliche Pfalz Grone lag (im Westen der heutigen Stadt, auf einem Hügel, dem sogen. Kleinen Hagen).
Der Ort erhielt 1210 vom Kaiser Otto IV. Stadtrecht und war später zu verschiedenen Malen (1286-1463) Hauptstadt eines besondern welfischen Fürstentums. Das 14. Jh., in welchem Göttingen ein angesehenes Glied der Hansa war, bildet die erste Glanzperiode der Stadt.
Diese schaffte 1530 den katholischen Gottesdienst ab. Die Unabhängigkeit in der Verwaltung, der sie sich seit Jahrhunderten erfreut hatte, verlor sie 1611 durch Herzog Heinrich Julius. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie nach längerer Belagerung am 2. Aug. 1626 von Tilly eingenommen und erst am 11. Febr. 1632 vom Herzog Wilhelm von Weimar befreit; durch den Krieg hatte sie fast zwei Drittel ihrer Häuser eingebüßt.
Der neue Aufschwung Göttingens beginnt ein Jahrhundert später mit Errichtung der Universität (1737). Derselben hat die deutsche Wissenschaft sehr viel zu verdanken.
Göttingen ist außerdem bekannt geworden durch den "Göttinger Dichterbund" und die 1837 erfolgte Absetzung von sieben Professoren (der "Göttinger Sieben": Albrecht, Dahlmann, Ewald, Gervinus, Jakob und Wilhelm Grimm und W. Weber), welche gegen die Aufhebung der Verfassung durch König Ernst August Protest eingelegt hatten.
| Ortschaften im Kreis Göttingen |
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