Frische Nehrung
Aus Encyclopaedia Germanica
Die Frische Nehrung ist eine schmale Landzunge (Nehrung) in Ostpreußen von ca. 70 km Länge und einigen hundert Metern Breite (größte Breite 1,8 km), die in nordöstlicher Richtung verläuft und das Frische Haff von der offenen Ostsee abtrennt.
Ursprünglich lautete der Name "Danziger Nehrung". Diese Bezeichnung weist auf den Weg von Königsberg nach Danzig hin - analog zur "Kurischen Nehrung", die den Weg nach Kurland bezeichnet. Die Bezeichnung ‚Frische Nehrung‘ stammt von den ersten deutschen Siedlern auf der Nehrung – den Friesen. Daher hieß die Nehrung zuerst ‚Friesische Nehrung‘. Der Begriff wurde im Laufe der Zeit zu ‚Fries‘sche Nehrung‘ und später zu ‚Frische Nehrung‘. Auf der Nehrung liegen die Orte Bodenwinkel, Vogelsang, Schortland, Pröbbernau, Liep, Kahlberg, Neukrug, Narmeln, Kaddighaken, Neutief, Pillau.
Im Zweiten Weltkrieg flüchteten über die Frische Nehrung viele Flüchtlinge auf Grund ihrer Vertreibung aus Ostpreußen vor den herannahenden russisch-bolschewistischen Truppen in Richtung Westen. Viele kamen dabei um. Das letzte Bollwerk war der Heiligenbeiler Kessel in dem die eingeschlossenen deutschen Truppen verzweifelt versuchten, den Fluchtweg über die Ostsee so lange wie möglich offen zu halten.

