Frigg

Aus Encyclopaedia Germanica

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Frigg ist in der nordischen Mythologie die Gemahlin Odins, die in Deutschland Fria hieß, nach der noch der Freitag benannt wird. Die langobardische Namensform war Frea.

Frigg teilt des Gemahls Herrschaft über Himmel und Luft, und wie dieser hat sie ihren Anteil an den in dem Kampfe Gefallenen. Sie ist überhaupt Todesgöttin, und unkriegerische Feinde werden ihr zum Opfer gebracht, indem man dieselben in die Sümpfe wirft. Mit diesen durchsaust sie wie ihr Gemahl Wotan die Luft, und noch heut lebt sie in der Volkssage in Niederdeutschland als Fru Frien (Freen, Frik, Fuik), in Oberdeutschland als Frau Holle als wilde Jägerin, d.h. als Sturmgöttin fort.

Als Göttermutter und Gemahlin des einstigen Sonnengottes spendet sie Fülle in Hof und Feld (ein anderer Name für sie ist Fulla) und ehelichen Segen. Sie kennt das Schicksal der Menschen, verschweigt es ihnen aber; nach langobardischer Sage vermittelt sie sogar zwischen dem höchsten Gott und den Wünschen der Menschen. Ihre Wohnung ist Fensalir, d.h. Sumpfsäle, weil in Sümpfen und Teichen ihr die Opfer gebracht werden.

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