Freising
Aus Encyclopaedia Germanica
| Wappen | |
|---|---|
| Bild:Wappen Freising.jpg | |
| Basisdaten | |
| Staat: | Bundesrepublik Deutschland |
| Bundesland: | Bayern |
| Kreis: | Kreis Freising |
| Bezirk: | Oberbayern |
| Einwohner: | 34.325 |
Freising (früher auch Freisingen) ist eine große Kreisstadt im Bezirk Oberbayern (Bayern), an der Isar, welche hier die Mosach aufnimmt.
Bevölkerung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1880 | 8.850 |
| 1939 | 19.734 |
| 1987 | 34.325 |
Geschichte
Freising (Frisinga, vor alters Fruxinium) soll von den Römern gegründet und schon 444 eine Kirche daselbst erbaut worden sein.
Die Stadt wurde 955 von den Ungarn zerstört, sodann befestigt, 976 vom Kaiser Otto II., 1082 vom Herzog Welf von Bayern und 1086 von den Sachsen erobert.
Sie hatte im Mittelalter eigene Burggrafen. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt sie mehrfache Plünderungen. Freising war sonst der Hauptort des gleichnamigen reichsfreien, unter dem Hochstift Salzburg stehenden Fürstbistums mit einem Gebiet von 825 qkm. Der Bischof war Reichsfürst, das Domkapitel bestand aus einem Dompropst, 14 Kapitularen und 9 Domicellaren. Das Bistum wurde 724 von dem hl. Corbinian mit Hilfe des Herzogs Grimoald gegründet; sein Nachfolger Erimbert wurde 739 von Bonifacius zum Bischof geweiht.
Bischof Gottschalk (gestorben 1006) erwarb dem Bistum das Münzrecht, Meginward (1078-1098) breitete das Christentum in Böhmen aus. Am berühmtesten ist Otto I. (1138-58), Enkel des Kaisers Heinrich IV. und Stiefbruder des Königs Konrad III.. Sein Nachfolger Albert vermochte den Kaiser, den Wiederaufbau der abgebrannten Stadt und der Kathedrale zu unterstützen.
Otto II. (1184-1220) erwarb dem Bistum viele Güter; sein Nachfolger Gerold aber verschleuderte dieselben und überlieferte die Stadt Freising dem Herzog von Bayern, weshalb er 1230 abgesetzt wurde; Freising brannte unter ihm ganz ab. Emicho (1283-1311) befreite das Bistum von der Vogtei und dem Landgericht der bayrischen Herzöge. Veit Adam (gestorben 1651) ward von Kaiser Ferdinand II. zum Fürstbischof erhoben.
1802 wurde das Hochstift säkularisiert, und Pfalzbayern erhielt es als Fürstentum; nur die in Österreich und Tirol gelegenen Besitzungen desselben kamen an Salzburg. Im ganzen zählte das Bistum von seiner Stiftung (724) an bis zu seiner Säkularisation 61 Bischöfe. 1817 wurde Freising als Erzbistum wiederhergestellt, aber der Sitz nach München verlegt.
| Ortschaften im Kreis Freising |
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