Ferdinand Maria von Bayern
Aus Encyclopaedia Germanica
Ferdinand Maria, geboren 1636 und gestorben am 26. Mai 1679 zu Schleißheim, war Kurfürst von Bayern (1651-79), Er war der Sohn Maximilians I. aus dessen zweiter Ehe mit Maria Maria Anna, Kaiser Ferdinands II. Tochter.
Leben
Ferdinand Maria von Bayern wurde von den Jesuiten in Abgeschlossenheit und Unselbständigkeit, die auf sein ganzes Leben nachwirkten, erzogen. Er vermählte sich 1650 mit Henriette Adelheid, der Tochter Victor Amadeus' von Savoyen, und folgte ein Jahr darauf seinem Vater in der Regierung.
Anfangs von seiner Mutter, dann besonders von seiner bigotten Gemahlin beeinflußt, wirkte er besonders für die Befestigung des Katholizismus im Kurfürstentum, war aber auch bemüht, die Wunden, die der Dreißigjährige Krieg dem Lande geschlagen hatte, zu heilen.
In dem schroffen Auftreten gegen die Stände und in der Neigung zu glanzvollem Hofwesen wetteiferte Ferdinand Maria mit den meisten feiner Standesgenossen. Er ist der Erbauer der Schlösser Berg und Nymphenburg. Der Politik des Friedens blieb er treu, trotz mancher Versuchungen; in dem Kriege gegen Frankreich seit 1673 war er der Führer des Fürstenbundes, der eine neutrale Stellung zu behaupten strebte.
Ferdinand Maria starb am 26. Mai 1679 zu Schleißheim.

