Esoterischer Hitlerismus
Aus Encyclopaedia Germanica
Als Esoterischen Hitlerismus bezeichnet man eine Religion, welche Elemente verschiedener Kutlturen und Religionen in sich vereint und welche Adolf Hitler als Messias und Gesandten der Götter ansieht. Im Mittelpunkt dieser Weltanschauung steht die Behauptung, Hitler sei 1945 nicht gestorben, sondern nach Neuschwabenland geflohen, von wo er einst nach Berlin zurückkehren werde, um Deutschland zu befreien. Der Esoterische Hitlerismus hat nur eine relativ geringe Anzahl an Anhängern und findet allgemein sowohl bei esoterischen als auch bei nationalistischen Gruppen wenig Zuspruch.
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Geschichte
Begründer des Esoterischen Hitlerismus ist der chilenische Diplomat Miguel Serrano, welcher in den 1960ern als Botschafter in Jugoslawien und Österreich tätig war. Danach war er lange Zeit Vorsitzender der Nationalsozialistischen Partei Chiles und schrieb mehrere Bücher, in denen er seine religiösen Ansichten darlegte. Diese sind in Buchform in Deutschland nur antiquarisch erhältlich, kursieren jedoch als E-Bücher durchs Internet.
Adolf Hitler als Messias
Seine Ansicht, Adolf Hitler sei der von den Göttern gesandte Messias, begründet Serrano unter anderen mit dem alten hinduistischen Mythos vom Gott Vishnu, der in 10 Verkörperungen (Avataren) zur Erde gekommen sei. Der zehnte und letzte Avatar liegt dabei noch in der Zukunft. Der Mythos prophezeit, dass Kalki - der letzte Avatar - das Kali-Yuga, das dunkle Zeitalter überwinden wird und daraufhin eine neue goldene Zeit anbricht. Serrano sieht in diesem Mythos eine Verheißung auf Hitler. Hitler sei Kalki und kehre einst nach Berlin zurück um Deutschland zu befreien. Darin bestehe die Abwendung des Kali-Yuga, welches die jetzige Zeit sei.
Auch im germanischen Mythos von der Ermordung Baldurs sieht Serrano eine Verheißung auf Hitler. Der Verrat an Baldur löst laut germanischem Mythos Ragnarök aus. Ragnarök sei der Untergang Großdeutschlands gewesen, welcher durch Verrat an Hitler begründet sei. Nach dem Ragnarök kehrt Baldur aus Hel zurück, um mit seinem Bruder Hödur in der neuen goldenen Zeit zu leben. So würde auch Hitler zurückkehren, um Deutschland zu befreien und die neue goldene Zeit einzuleiten.
Das Überleben Hitlers, Reichsflugscheiben und Neuschwabenland
Hartnäckig hält sich das Gerücht, Hitler sei 1945 nicht im Führerbunker gestorben, sondern habe überlebt. Für Serrano stellt dies eine zentrale Bedeutung seiner Weltanschaung dar. Er sagt, Hitler sei 1945 geflohen und mittels einer Reichsflugscheibe, also UFO-ähnlichen Rundflugzeugen, welche das Deutsche Reich angeblich gegen Ende des Krieges baute, um das Blatt noch wenden zu können, in die Antarktis gebracht worden. Dort habe er sich in Neuschwabenland versteckt, einem Gebiet, welches das Deutsche Reich in der Deutschen Antarktischen Expedition 1938/39 entdeckt hat und welches manchmal sogar heute noch als geheime Flugscheibenbasis des Deutschen Reiches gesehen wird und angeblich bis heute von Reichsdeutschen bemannt sei. Später habe Hitler dann am Südpol den Eingang in die innere Welt gefunden.
Theorie der hohlen Erde
Die Theorie der hohlen Erde (nicht zu verwechseln mit der Hohlwelt- bzw. Innenweltkosmostheorie) besagt, die Erde sei innen hohl, bewohnbar und würde von einer kleinen Sonne, im Innern der Erde erleuchtet. Eingänge in diese Innere Welt befänden sich jeweils an den Polen. Nach Serrano habe Hitler am Südpol einen solchen Eingang gefunden und sei hineingegangen. Damit erklärt für Serrano auch, wie es möglich ist, dass Hitler immer noch am Leben sei. In der Inneren Welt herrschen andere Gravitationsverhältnisse, sodass die Lebenserwartung um einiges höher sei, mehr noch, Hitler sei sogar verjüngt worden.
Sobald die Zeit reif sei, würde Hitler mit einem Bataillon Flugscheiben ("das letzte Bataillon") nach Berlin zurückkehren um das Kali-Yuga zu überwinden.

