Darmstadt
Aus Encyclopaedia Germanica
Darmstadt ist eine kreisfreie Stadt in Hessen.
Bevölkerung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1880 | 40.874 |
Geschichte
Darmstadt war früher die Hauptstadt des Großherzogtums Hessen und Redisenz des Großherzogs, in der Provinz Starkenburg.
Darmstadt wird zuerst in Urkunden des 11. Jh. erwähnt; der Ursprung des Namens ist unsicher. Schwerlich hat das kleine Bächlein, heutzutage Darm genannt, von dem es durchfloßen wird, Veranlassung zu dem Namen gegeben; wahrscheinlich bedeutet der Name Stadt des Darmund, der auch bei der ersten Nennung Darmundstadt lautet.
Darmstadt war aber zu Anfang des 14. Jh. noch ein Dorf im Besitze der Grafen von Katzenallnbogen, die 1330 für dasselbe Stadt- und Festungsrecht vom Kaiser erlangten. Nach dem Erlöschen der männlichen Linie der Katzenellnbogener (1479) kam Darmstadt durch die an den Landgrafen Heinrich III. vermählte Katzenellnbogener Erbtochter an Hessen.
Im Schmalkaldischen Krieg wurde Darmstadt durch das kaiserliche Heer eingenommen und das alte Schloß in die Luft gesprengt. Nach Philipps des Großmütigen Tode (1567) fiel Darmstadt bei der Teilung des Landes an dessen jüngsten Sohn Georg, der es zu seiner Residenz wählte und Stifter der Darmstädtischen Linie wurde. Mehr noch als Georg taten für die Erweiterung der Stadt die Landgrafen Ludwig V., Ludwig VI. sowie Ernst Ludwig; doch eine größere Bedeutung gewann die Stadt durch den ersten Großherzog Ludwig I. und durch Ludwig III., unter deren Regierung eigentlich das neue Darmstadt entstand.

