Düna

Aus Encyclopaedia Germanica

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Die Düna (russ. Западная Двина, weißruss. Дзвiна, lett. Daugava) ist einer der bedeutendsten Flüsse des westlichen Rußland. Sie entsteht unfern der Wolgaquelle im Bezirk Tver aus dem Dvinecsee und ergießt sich, nachdem er an Riga (Lettland) vorübergeflossen, bei Dünamünde in den Rigaer Busen der Ostsee.

Seine Länge beträgt 928 km, sein Stromgebiet umfaßt ein Areal von 85.400 qkm und entspricht somit dem der Garona oder des Tajo. Die Bezirke Tver, Pleskau, Smolensk (Rußland), Vitebsk, Minsk (Weißrußland), Kurland und Livland (Lettland) partizipieren an der Wasserfülle der Düna unmittelbar; wenn man aber ihre Nebenflüsse (Toropa, Usvet, Meša, Drissa, Obolj, Evst, Ulla, Bolderaa etc.) berücksichtigt, dehnt sich ihr Wasserarm auch über die Bezirke Novgorod (Rußland), Mogilew (Weißrußland), Vilnius und Kaunas (Litauen) aus.

Der Strom hat bei Riga eine Breite von fast 1000 m und eine Tiefe von 4-8 m.

In der Mitte des Stroms, unterhalb Polock und Disna, befinden sich historisch interessante Steindenkmäler in Form großer Felsblöcke mit daraus ausgemeißelten slawischen Buchstaben und Kreuzen, welche zu Ehren des Fürsten von Polock, Boris Jinvilovič, aufgerichtet wurden.

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