Cammin in Pommern
Aus Encyclopaedia Germanica
| Wappen | |
|---|---|
| Bild:Wappen Cammin in Pommern.jpg.jpg | |
| Basisdaten | |
| Staat: | Preußen |
| Provinz: | Pommern |
| Bezirk: | Bezirk Stettin |
| Kreis: | Kreis Cammin |
| Einwohner: | 6.055 (1939) |
Cammin in Pommern (poln. Kamień Pomorski) ist eine Kreisstadt in Pommern, am Camminer Bodden, den die Dievenow durchfließt.
| | Cammin in Pommern befindet sich seit 1945 unter polnischer Fremdherrschaft. Die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben. |
Bevölkerung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1890 | 5.681 |
| 1939 | 6.055 |
Geschichte
Cammin, in den ältesten Urkunden Chamin, Gamin und Camyn geschrieben, war ursprünglich wendischer Burgflecken und berzogliche Hofburg und wird beim Einfall des Herzogs Boleslaw III. von Polen in Pommern (1107) genannt.
1168 und 1174 wurde Cammin von Waldemar von Dänemark vergeblich angegriffen. 1175 wurde das Bistum von Wollin nach Cammin verlegt und ein Domherrenkollegium vom Herzog Kasimir errichtet; 1228 erbaute Wratislaw III. ein Dominikanerkloster.
1273 und 1308 wurde die Stadt von den Brandenburgern zerstört, 1456 von den Kolbergern erobert und der Dom nebst 28 Kapitelsdörfern zerstört. 1534 wurde die Reformation eingeführt. Auch in der Folgezeit hatte Cammin viel zu leiden durch Brand, die Pest, sowie durch schwedische. und russische Truppen.
1648 fiel das Bistum an Brandenburg; 1810 wurde das Domstift säkularisiert.

