Braunschweig (Stadt)

Aus Encyclopaedia Germanica

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Braunschweig
Wappen
Bild:Wappen Braunschweig.jpg
Basisdaten
Staat: Bundesrepublik Deutschland
Bundesland: Niedersachsen
Bezirk: Bezirk Braunschweig
Kreis: Braunschweig
Einwohner: 245.467

Braunschweig ist eine kreisfreie Stadt und die Hauptstadt eines Bezirks in Niedersachsen, an der Oker. Die Gemeinde gehört zum Landesteil Braunschweig.

Bevölkerung

Jahr Einwohner
1880 75.038
1939 196.068
2007 245.467

Geschichte

Braunschweig war bis 1918 die Haupt- und Residenzstadt des Herzogtums Braunschweig.

Nach der Sage wurde Braunschweig 861 von Bruno, dem Sohn des Herzogs Ludolf von Sachsen, gegründet und nach ihm Brunswich (vom althochdeutschen wich, "Flecken") genannt. Ludolfs Bruder Dankwarth gründete nach derselben Sage das nach ihm benannte Dankwarderode. Ottos des Erlauchten Sohn Heinrich soll den Ort mit Mauern umgeben haben. In Urkunden erscheint die Villa Brunswich zuerst 1031.

Bis zum Tod Ekberts II. (1090) blieb sie im Besitz der Brunonen, kam dann durch Heirat an den späteren König Lothar und von ihm an das Haus der Welfen (1137). Heinrich der Löwe befestigte Braunschweig und erbaute den Dom. Ihre Treue gegen Heinrich den Löwen bewährte die Stadt 1189 und 1192, indem sie König Heinrich VI. und dann den Bischöfen von Hildesheim und Halberstadt tapfern Widerstand leistete.

Ebenso wurde sie 1227 von einem Reichsheer vergeblich belagert. Die Freiheiten, die der erste Herzog von Braunschweig, Otto, der Stadt verlieh, förderten ihre Macht ungemein, ebenso der Beitritt zur Hansa. Braunschweig wurde eine hansische Quartierstadt und vermittelte besonders den Handelsverkehr zwischen den Seestädten und dem Binnenland; doch hat es die Rechte einer Reichsstadt nie erlangen können.

Mit Unterstützung Bugenhagens wurde 1528 die Reformation hier durchgeführt, und 1531 trat die Stadt dem Schmalkaldischen Bund bei. Mit Waffengewalt wahrte sie das neue Bekenntnis gegen Herzog Heinrich den Jüngeren und unterwarf sich 1553 erst, als dieser die Religionsveränderung anerkannte. Nach dem Verfall der Hansa hatte ihr Handel durch die Messen, für welche Herzog Heinrich der Ältere kaiserliche Privilegien ausgewirkt hatte, neuen Aufschwung genommen.

Doch mißlangen auch im 17. Jh. alle Versuche der Stadt, sich der Hoheit der Herzöge zu entziehen; 1671 wurde sie von dem celleschen Feldmarschall Georg Friedrich von Waldeck durch eine Belagerung zur Übergabe gezwungen. Sie nahm eine herzogliche Besatzung auf und erhielt dafür Bestätigung ihrer Privilegien, jedoch blieben die städtischen Besitzungen seitdem im Besitz der Herzöge, und die wichtigsten Befugnisse des frühern Rats gingen an herzogliche Behörden über, Zustände, welche erst 1858 durch Vergleich geregelt wurden.

Herzogliche Residenz der braunschweigischen Fürsten war Braunschweig 1753 wieder geworden. Das Schloß empfing 1813 den alten Fürstenstamm zurück und wurde, nach den Bränden von 1830 und 1863, - bis 1918 - einer der prachtvollsten Fürstensitze Deutschlands.

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